Flugplatzgeschichte Großenhain
  Seit 1993
 
Der Zivilflugplatz (seit 1993)
 
Durch den Großenhainer Kreistag wurde der Nahverkehr Großenhain (NVG) beauftragt, den Militärflugplatz in einen zivilen Flugplatz umzuwandeln. Dieser war zunächst als Eigenbetrieb des Landkreises an den NVG angegliedert. Auch die Durchführung des Flugbetriebs lag zunächst in den Händen der NVG und des Flugleiters Walther Schell. Allerdings waren die Flugzeiten auf 9-17 Uhr begrenzt und Starts und Landungen nur Flugzeugen bis 5,7 Tonnen erlaubt. Später wurde die Fliegerei für Maschinen bis 14 Tonnen und den Verkehr unter Sichtflugbedingungen, d.h. zwischen 6 und 22 Uhr bzw. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang genehmigt.
 
Da sich das für den Objektschutz zuständige, aus Dresden stammende Unternehmen auf dem Flugplatz ansiedelte, kam es zur ersten Gewerbeansiedlung dort. Am 10. November 1994 wurde die Schell & Puffler GmbH mit Sitz auf dem Flugplatz Großenhain, unter HRB 10635 im Handelsregister eingetragen. Am 1. Januar 1996 ging der Verkehrslandeplatz Großenhain, der sich in der Trägerschaft der des Landkreises Riesa-Großenhain befunden hatte, in die Hände der „Flugplatz Großenhain Betreibergesellschaft mbH“ über. Als Geschäftsführer wurde Bernd Fiedler berufen, der über reichliche fliegerische Erfahrung verfügte. In seine Zeit als Geschäftsführer fielen mehrere der großen, nicht nur bei vielen Großenhainer beliebten Flugschauen – darunter Auftritte der „Flying Legends“!  
 
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A-26 Invader "Sugarland Express" bei Flying Legends Show 1996
(Foto: Sammlung Täger)


Im Jahr 2000 wurden sogar Weltmeisterschaften im Motorkunstflug auf dem Großenhainer Flugplatz ausgetragen.
 
Bereits am 1. Oktober 1993 hatte 40 Männer und Frauen – finanziert auf der Grundlage des § 249 h des Arbeitsförderungsgesetzes - mit ersten Abrißarbeiten auf dem Platz begonnen.
Nach Vorlage und Diskussion verschiedener Konzepte fiel die Entscheidung zur Errichtung eines über 70 Hektar großen Gewerbegebietes auf einem Teil des Flugplatzgeländes. Das wiederum verlangte länger andauernde Sanierungsarbeiten, die ab 24. Juli 1998 in Angriff genommen wurden. Mit der Hilfe staatlicher Fördermittel wurden zahlreiche alte Gebäude abgerissen und Altlasten beseitigt. Leider verschwanden auch einige historisch interessante Bauten. Das bekannte MiG-Denkmal hatte mehr Glück. Mit Hilfe von städtischen Geldern und Spendenmitteln von Firmen wurde das Flugzeug im Jahr 2002 denkmalgerecht rekonstruiert und seine Umgebung begrünt.

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 1974 errichtetes und renoviertes Denkmal mit MiG-17F
(Foto: Sammlung Heerde)


Verschiedene Ausstellungen, die durch die Museumsleiterin Frauke Hellwig organisiert wurden, sowie weitere Aktivitäten des Museums Alte Lateinschule waren der Geschichte der Fliegerei in Großenhain gewidmet.
 
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Meißner Porzellanteller der FEA 6 und revolutionärer Aufruf von 1918
(Foto: Sammlung Täger)


Nachdem am 3. Dezember 2004 der letzte noch verbliebene Mitgesellschafter, Stema-Geschäftsführer Ekkehard Neumann, seine Anteile an den Mehrheitsgesellschafter Michael Kilian verkaufte, wurde dieser Alleingesellschafter. Aus der Betreibergesellschaft wurde die KILIANAIR Flugbetrieb GmbH - eine 100%ige Tochter des in Großenhain ansässigen Luftfahrtunternehmens KILIANAIR AG. Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens sind Geschäfts- und Frachtflüge innerhalb Europas, die Vercharterung von Luftfahrzeugen sowie deren Handel.
 
Wer sich ausführlicher über die Geschichte des Flugplatzes Großenhain informieren möchte, der kann das Buch „Flugplatz Großenhain – Historischer Abriss“ über die folgende e-Mailadresse sofort direkt beim Verlag bestellen: keil@satztechnik-meissen.de
 
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